Als Landrätin habe ich das Privileg, ein U(mweltschutz)-Abonnement zur Verfügung gestellt zu bekommen. Etwas, das ich für mich als Luxus ansehe, da ich ja meist mit dem Velo unterwegs bin. Der Weg nach Liestal mit der Bahn war also gebucht. Zwei meiner Vorstandsmitgliedschaften führen nun zu Reisen die über die U-Abo-Grenze von Schwaderloch und Tecknau hinweggehen: Bern, Sursee, Zürich, Olten, Aarau heissen seit einigen Monaten meine Ziele. Habe mir also ein Generalabonnement (GA) geleistet, worauf ich nun das Problem habe, dass ich ein unnötiges Abo besitze. Verschenken kann ich es nicht, da es persönlich ausgestellt ist. Werde es mit einem netten Brief zurückschicken und schauen, was geschieht.
Über eines bin ich aber froh: das komplizierte "Wie bewege ich den Automaten dazu in nützlicher Frist ein Billett herauszurücken und gleichzeitig meine Postcard zu akzeptieren" ist vorbei. Mein Leben wird ruhiger werden...
Pia Fankhauser - 3. Jul, 17:50
ist es, wenn die Gemeindeverwaltung Oberwil den ganzen Tag schliessen muss, wegen eines (Computer?)Notfalls. Den Stempel, den wir für die Wohnsitzbestätigung gebraucht hätten, sollen wir ein anderes Mal holen. Ein Anruf brachte auch keine Hilfe. Wenn man die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung kennt, kommt man sich ganz schön blöde vor. Normalarbeitende haben relativ wenig Chancen, die Schalter geöffnet zu erleben.
Pia Fankhauser - 1. Jul, 14:23
die kurzen Sommerferien im Norden auch waren, so schön ist es wieder hier zu sein. Erstaunlich, was sich in einer Woche an Mails (43!), Post (20 cm) und anderem so stapeln kann. Jetzt, da die Strassen wieder ferienleer sind, bleibt Platz. Nach "Tender bar" übrigens noch "Mein Leben als Sohn" von Philip Roth gelesen. Die Reihenfolge ist zufällig. Ich bin kein Fan von Roth. Habe immer das Gefühl, er klatsche mir seine Bildung um die Ohren. Bei diesem Buch geht es eigentlich um seinen alten und schliesslich sterbenden Vater. Es gibt gewisse Dinge, die muss man nicht schreiben, schon gar nicht mit dem richtigen Namen des Betroffenen. Auch wenn er nun tot ist. Auch wenn er der Vater von Philip dem Gescheiten war. Das Buch ist 18 Jahre alt, nun ist auch der Schriftsteller alt geworden. Ich las, er hadere damit. Nun ja, so ist das Leben. So schön, aber auch so schwierig.
Pia Fankhauser - 29. Jun, 18:44
ist es nur auf Friedhöfen. Ist auch in Oslo, wo ich mich gerade befinde, nicht anders. Eine pulsierende Stadt voller Stolperfallen übrigens. So sass ich stundenlang bei Ibsens Grab im Schatten und liess den Verkehr links liegen. Der Besuch im Museum für Design und Handwerkskunst war zwar auch ruhig, aber bedeutend kürzer. Man kann Besucherinnen auch abschrecken...Dafür ist das kleinere DOGA (norwegisches Design- und Architekturzentrum) spannend und witzig. Der Friedhof ist in der Nähe.
Pia Fankhauser - 26. Jun, 15:57
Nein, ich will es mir mit dem "Q" jetzt nicht beQuem machen, aber spannend ist das Alliterations-Experiment eben schon. Zuerst denkt frau, zu "Q" gibts nichts Gescheites und dann Quillt es so richtig über. War mal in einem Hotel namens "Q" in Berlin (Logo ist eine Kuh :-)), nette Sache, viel Design und die Badewanne ist Quasi das Betthaupt. Nicht praktisch, aber hübsch. Dann war "Die Quints" zu seiner Zeit ein tolles Buch von Christine Brückner. Kennt das noch jemand? Ich könnte auch Quark über Quarks erzählen, aber das ermüdet dann doch. Da lese ich doch lieber "Tender Bar" von J.R. Moehringer weiter. Ohne Q.
Pia Fankhauser - 25. Jun, 18:39
Ich habe ja ein eigentliches "P"-Leben: Nicht nur beginnt mein Vorname mit einem P, auch mein Beruf und die liebe Politik. Prinz und Prinzessin begleiten mich durchs Leben und der neueste Zugang ist, wie hier auch schon besprochen
Prinz Pi. Das mit dem Porno lassen wir mal, das haben wir ja
hier schon geregelt. Dann wären auch noch zu nennen: Partnerin des Königs, Partei und "Die Prinzen", die übrigens ein
Fahrrad-Lied haben, PatientInnen und Personen, die mir am Herzen liegen. Sogar mein Vater hat einen Vornamen mit "P", er sei hier speziell gegrüsst, weil ich weiss, dass er diesen Blog auch liest.
Es fühlt sich gut an, so ein P-Leben, muss auch mal gesagt sein.
Pia Fankhauser - 21. Jun, 11:33
Meine Lateinmatur liegt schon ein paar Jahre zurück. An der Prüfung wurde ich aber über die Metamorphosen von Ovid befragt. "Am Anfang war das Chaos" ist mir geblieben. Bei den Diskussionen um die Gesundheit(skosten) fällt mir das immer wieder ein. Wenn es denn tatsächlich ein Anfang und ein Aufbruch zu etwas Neuem, Spannendem wäre! Gestern, am Symposium Managed Care in Zürich gab es wieder mal das übliche Geplapper über Gesundheitskosten und nur wenig über Gesundheit. Ein spannendes Projekt (Heureka!) wurde auch vorgestellt:
Gesundes Kinzigtal. Die Umsetzung würde bei uns aber bedeuten, dass ganz viele mal ihre Pfründe verlassen müssten. Dann habe ich auch ein äusserst interessantes Wort gelernt: Default-Heuristik. Ovid ist mir aber lieber ;-)
Pia Fankhauser - 19. Jun, 14:07
macht die SP. Sie macht sehr viel, heute morgen zum Beispiel 5 Initiativen in die Vernehmlassung geschickt. Ich war für die Initiative "40 Jahre sind genug". Mal schauen, was daraus wird. Ob wir den Niedergang der Sozialdemokratie in Europa wählermässig aufhalten können? Wo es gut geht, ist eben wenig zu fordern. An den Managerlöhnen hätte sie aber ruhig dranbleiben dürfen. Es tut einer Gesellschaft einfach nicht gut, wenn sie "Finanzkrise" liest und spürt und gleichzeitig lernen muss, dass man sich nur für eine Firma einsetzen kann, wenn man zig Millionen verdient. Oder wenn Parteien ihre Entscheide nach ihren Sponsoren richten.
Pia Fankhauser - 16. Jun, 18:44