Zeitungsständer

Mittwoch, 16. Juli 2008

Leserbrief

In der Saure Gurken-Zeit ist die BaZ dankbar für jeden Leserbrief. Habe also die Chance genutzt und schwupps, da stand er schon drin, mein Brief:Betr. Artikel „Kreisel sorgt für flüssigeren Verkehr“ BaZ vom 12. Juli 2008


Der neue Kreisel beim Postplatz birgt einige Probleme. Ich habe in einer Interpellation, die am 29. April 2008 beantwortet wurde, auf diese hingewiesen. Beim „flüssigeren Verkehr“ ist der motorisierte Verkehr gemeint. Ob diese Priorisierung zur heutigen Zeit passt? Allgemein werden der Energieverbrauch, die mangelnde Bewegung der Bevölkerung und die Klimaveränderungen angeprangert. Geht es aber darum, den Fuss- und Veloverkehr konkret zu fördern, werden alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Es kann wohl nicht der Sinn eines 1,5-Millionen-Werkes sein (am Schluss wohl eher mehr), dass Velofahrende absteigen, die Strasse zu Fuss überqueren und sich dann mehr oder weniger elegant in den Verkehr, den motorisierten eben, eingliedern. Ganz vergessen wird dabei, dass der Postplatz einen Teil des Schulweges zum Gymnasium darstellt. Grosskreisel, um einen solchen handelt es sich hier nämlich, sind für Velofahrende eine grosse Gefahr. Der Unfall vom Dienstag hat es schon gezeigt. Dass die Fussgänger auf der Verkehrsinsel ganz sicher sind, bezweifle ich nicht. Nur: dort wollen sie ja nicht bleiben! Die zunehmenden Unfälle auf Fussgängerstreifen sollten uns warnen. Ich bitte die zuständigen Behörden dringend, wirklich sichere Wege für den Langsamverkehr zu schaffen, da sich der Kreisel mitten im Dorf befindet. Im Aargau führen die Velowege parallel zu den Fussgängerstreifen, natürlich deutlich markiert. Ich erwarte auch regelmässige Polizeikontrollen zum Schutz der Fussgänger und Fussgängerinnen.

Dienstag, 11. März 2008

SEOP

Abkürzung für "Spitalexterne Onkologiepflege". Vier Frauen sind für den ganzen Kanton Baselland zuständig und sie machen ihre schwierige Aufgabe wirklich gut. Was sagt aber Ruedi Mohler, Oberwiler Gemeindepräsident und Spitalverwalter, zu diesem Thema (Baslerstab vom 11.3.):Warum braucht es für jedes Spezialgebiet eine eigene Institution? Das kostet gigantisch viel Geld.
Ach wirklich? Und warum hat dann Herrn Mohlers Spital verschiedene Abteilungen? Übrigens arbeiten die SEOP-Frauen für 70 Franken pro Stunde und ihr Jahresbudget beträgt 290'000 Franken. Spenden willkommen, wie man sich vorstellen kann (oder eben auch nicht, s.o.).

Samstag, 12. Januar 2008

Basler Zeitung und die Frauen

Thomas Gubler von der Basler Zeitung hat folgendes geschrieben (BAZ vom 11.1.08):
Angeführt wurden die Befürworter der Selbstdispensation von den Ärztegattinnen Pia Fankhauser (SP) und Madeleine Göschke (Grüne) sowie der freisinnigen Fraktionschefin Christine Mangold. Diese versuchten nach Kräften, den Zwist zwischen den Berufsgruppen herunterzuspielen, indem sie vor allem die Wahlfreiheit der Patienten in den Vordergrund rückten
Herr Gubler: haben Sie sich schon mal gefragt, was Brüder, Väter und Frauen der männlichen (!) Gegner der Selbstdispensation so tun? Es war augenfällig, dass Frauen für die Selbstdispensation waren und Männer dagegen. Vielleicht weil Frauen sich im Krankheitsfall um den Rest der Familie kümmern müssen und wissen, wie das manchmal schwierig sein kann?
Zudem erachte ich es als Frechheit, dass ich auf meinen Mann reduziert werde und meine langjährige Erfahrung in meiner eigenen Praxis und mit meinen eigenen Patienten kein Wort wert ist. Ein Grund mehr, die Basler Zeitung nicht zu abonnieren!

Freitag, 16. November 2007

Männerprojekt

Die Präsidentin der SP Baselland hat ihren Rücktritt auf April 2008 bekannt gegeben. Ist sehr schade, da sie es gut gemacht hat und ich immer froh bin, dass es Frauen in Spitzenpositionen gibt. In der BaZ fragt dann der Journalist (männlich) hintereinander den Vizepräsidenten (männlich), einen Mann, einen Mann und noch einen Mann, ob sie sich das Amt vorstellen könnten. Frauen? Kein Thema, nicht mal ansatzweise. Die Angefragten sagen offenbar auch nichts in der Richtung.
Ist ja auch logisch, nachdem die SP Schweiz während des Wahlkampfes ganz vergessen hatte, die Frauen speziell zu unterstützen.

Sonntag, 11. November 2007

Staat als Preistreiber

Heute in der Sonntagszeitung: Teurer wird es vor allem dort, wo der Staat regulierend eingreift. Beispiele: SBB, Post, Strom, Krankenkassen. Soweit so gut, auch wenns nicht stimmt. Schliesslich sind die Krankenkassen private Versicherungen und der Staat ist über seine Spitäler wieder Leistungserbringer. Wer ist dann teuer? Schräg wirds aber bei den Zigaretten, die auch aufgeführt werden: der Staat will sie teuer, weil sie ja nicht unbedingt gesund sind, der Preis als Steuerungsinstrument - und es wirkt. In anderen Staaten ist zu sehen, wie sich die Preise entwickeln, wenn der Staat sich zurückzieht: Privatbahnen in England, Stromkonzerne in Deutschland. Service schlecht, Preise hoch. Hätte man im Artikel auch aufführen können, Herr Thöny.

Freitag, 26. Oktober 2007

Je vous aime M. Sarkozy

M. Sarkozy hat die ökologische Revolution in Frankreich ausgerufen. Neben vielem Anderem, politisch nicht so Spektakulärem will er doch tatsächlich mehr Velowege bauen. Der Mann hats begriffen: das Velo ist das Fortbewegungsmittel der Zukunft. Die Schweiz hat unterdessen bekannt gegeben, dass letztes Jahr die Grenzwerte von z.B. Feinstaub massiv überschritten wurden. Habe jetzt gerade Mühe, mir irgendeinen Bundesrat auf dem Velo vorzustellen. Bis jetzt hatten wir Moritz Leuenberger auf dem Schiff, in der Bahn und am Autosalon Auspuffe anschauend. Schreibe dann gerne eine Lobeshymne, wenn "mein" Bundesrat das Velo zur Bundessache erklärt.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Streifen-Statistik

Gemäss Statistik nehmen die Unfälle auf den Fussgängerstreifen zu. Zu 80 % sind nicht die blöden Fussgänger schuld, sondern AutofahrerInnen! Würde jetzt mal behaupten, dass dies indirekt proportional zu den Überwachungen der Polizei geschieht. An den mir bekannten Fussgängerstreifen habe ich seit Jahren keinen Polizisten mehr gesehen. Denn da müssten sie ja STEHEN! Unsere Polizisten sehe ich nur FAHREND im Auto. Sage hiermit aber nicht, dass die Polizisten etwas dafür können. Die machen, was von oben kommt. Natürlich könnten Autofahrende auch im Sinne des Artenschutzes auf die FussgängerInnen Rücksicht nehmen...

Dienstag, 23. Oktober 2007

Abstand

Gestern in der Basler Zeitung wurde der grosse stimmenmässige Abstand zu meinem Vordermann behandelt. Als Gründe wurden Person, Politik, Netzwerk und langjährige Arbeit angeführt. Man hätte auch Fernseh- und Podiumsauftritte, Eigenplakate und Kosten des Wahlkampfes vergleichen können. Hat man aber nicht. Da ich für Offenlegung der Wahlkampfkosten bin, kann ich hier mitteilen, dass sich meine persönlichen Kosten auf ca. Fr. 6000.-- belaufen. Darin sind meine persönlichen Inserate und die Karten einbegriffen. Bezahlt wurden sie ausschliesslich von meiner Familie und einer guten Freundin. Plakate und Flyer wurden von der Partei bezahlt. Bedanke mich hiermit herzlich dafür. Null Sponsoring von Firmen etc. Sind andere auch so offen?

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