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Montag, 29. Juni 2009

So schön

die kurzen Sommerferien im Norden auch waren, so schön ist es wieder hier zu sein. Erstaunlich, was sich in einer Woche an Mails (43!), Post (20 cm) und anderem so stapeln kann. Jetzt, da die Strassen wieder ferienleer sind, bleibt Platz. Nach "Tender bar" übrigens noch "Mein Leben als Sohn" von Philip Roth gelesen. Die Reihenfolge ist zufällig. Ich bin kein Fan von Roth. Habe immer das Gefühl, er klatsche mir seine Bildung um die Ohren. Bei diesem Buch geht es eigentlich um seinen alten und schliesslich sterbenden Vater. Es gibt gewisse Dinge, die muss man nicht schreiben, schon gar nicht mit dem richtigen Namen des Betroffenen. Auch wenn er nun tot ist. Auch wenn er der Vater von Philip dem Gescheiten war. Das Buch ist 18 Jahre alt, nun ist auch der Schriftsteller alt geworden. Ich las, er hadere damit. Nun ja, so ist das Leben. So schön, aber auch so schwierig.

Freitag, 26. Juni 2009

Richtig ruhig

ist es nur auf Friedhöfen. Ist auch in Oslo, wo ich mich gerade befinde, nicht anders. Eine pulsierende Stadt voller Stolperfallen übrigens. So sass ich stundenlang bei Ibsens Grab im Schatten und liess den Verkehr links liegen. Der Besuch im Museum für Design und Handwerkskunst war zwar auch ruhig, aber bedeutend kürzer. Man kann Besucherinnen auch abschrecken...Dafür ist das kleinere DOGA (norwegisches Design- und Architekturzentrum) spannend und witzig. Der Friedhof ist in der Nähe.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Q-Quelle

Nein, ich will es mir mit dem "Q" jetzt nicht beQuem machen, aber spannend ist das Alliterations-Experiment eben schon. Zuerst denkt frau, zu "Q" gibts nichts Gescheites und dann Quillt es so richtig über. War mal in einem Hotel namens "Q" in Berlin (Logo ist eine Kuh :-)), nette Sache, viel Design und die Badewanne ist Quasi das Betthaupt. Nicht praktisch, aber hübsch. Dann war "Die Quints" zu seiner Zeit ein tolles Buch von Christine Brückner. Kennt das noch jemand? Ich könnte auch Quark über Quarks erzählen, aber das ermüdet dann doch. Da lese ich doch lieber "Tender Bar" von J.R. Moehringer weiter. Ohne Q.

Sonntag, 19. April 2009

Osterferien

War in den Osterferien. Hatte endlich Zeit, meine Bücher zu lesen. Hier also mein Fazit:
  • Andrea Camilleri: "Die Passion des stillen Rächers" - Ein typischer Fall für Commissario Montalbano. Das Essen ist mindestens so wichtig wie die Lösung des Falles. Macht Appetit.
  • Hans-Werner Kettenbach: "Das starke Geschlecht" - Ein Roman um Alter, Liebe und einen Anwalt. Gut geschrieben, aber schwierig auszuhalten. Gerade, wenn man Menschen kennt, die ihr Alter so erleben müssen.
  • Alex Capus: "Eine Frage der Zeit" - Starker Roman um einen Krieg, der auf dem Tanganikasee geführt wird, von Deutschen, Engländern und Belgiern, die eigentlich nichts damit zu tun haben wollen. Spannend.
  • Stephen Bayley & Roger Mavity: "Life's a pitch". Im Untertitel "How to sell yourself and your brilliant Ideas" Musste mir noch Collins "English Dictionary" dazukaufen. Mein Englisch bedarf dringend der Aufbesserung....Nun, ich habe viel aus diesem Buch gelernt. Die Idee, ein Buch von zwei Autoren aus verschiedenen Blickwinkeln schreiben zu lassen, ist gut. Ob ich brilliante Ideen habe, kann ich nicht so beurteilen. Aber bei dem Ratschlag "if you want so sell something, you have to be a. the best, b. the first, c. different," kann ich mich bei "different" problemlos einreihen ;-)
"

Sonntag, 28. Dezember 2008

Die Klatschmohnfrau

Roman von Noëlle Châtelet, erschienen 1997. Das Buch wurde mir geschenkt mit der Bitte, mitzuteilen, wie ich es finde. Ich finde es leider ganz lächerlich und übe mich schon jetzt in Formulierungen. Derjenige, der es mir geschenkt hat, wollte mir doch wahrscheinlich eine Freude machen. Es geht um Liebe im Alter. Eine Frau (70) verliebt sich in einen Mann (80). Sie wird plötzlich wieder lebendig, ihr Schlafzimmer erhält neue Vorhänge und ihre Kinder freuen sich, die Enkel auch. Die Farbe Rot (!) spielt eine grosse Rolle, deshalb auch der Titel. Vielleicht ist auch die Übersetzung lausig, immerhin erschien das Buch in der 28. Auflage. Es sind die Vergleiche! Einmal ist die alte Dame ein Kiesel, der von ihrem Verehrer gespalten wird ;-(, dann trägt sie die Liebe wie ein Känguruhweibchen sein Junges (Fleisch im Fleisch)...Aufhören, möchte man rufen, lasst die Liebe doch einfach Liebe sein.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Bockmist

Eigentlich heisst das Buch "Der Waffenhändler" oder "The Gun Seller" und ist schon vor Jahren erschienen. Da es Hugh Laurie alias Dr. House, geschrieben hat, musste es offenbar umbenannt und mit einem der hässlichsten Covers, die je erschienen sind, neu aufgelegt werden. Was sucht nur die Unterhose auf der grünen Vorderseite?? Der Verlag gehört auf den Index! Wieso muss "Bockmist" auf den Titel? Rätsel über Rätsel. Ein Fall von Antimarketing oder so. Anyway: das Buch ist wirklich gut, ein witziger Spionageroman mit unerwarteten Wendungen. Nur nicht von der grünen Vorderseite abschrecken lassen, am besten überkleben!

Samstag, 13. Dezember 2008

Sohn des Donnergottes

Hänge jetzt ein bisschen bei Arto Paasilinna (kann jetzt den Namen schreiben ohne auf dem Buchdeckel nachzusehen) rum und lese quasi rückwärts. Der Sohn des Donnergottes wurde 1984 geschrieben, zu Zeiten des kalten Krieges also. Was einem erst gegen Schluss auffällt. Irgendwie erinnert mich die Geschichte ein wenig an John Irving und sein Hotel New Hampshire - schräge Geschichten. In diesem Falle mit Elfen, Gnomen und Wichtelmännchen, die nicht gewerkschaftlich organisiert sind und gratis arbeiten. Hysteriker und Hypochonder werden mit Blitzschlägen geheilt und praktischerweise auch gerade zum neu-alten finnischen Glauben bekehrt. Vergnügliche Geschichte mit vielen Anspielungen zu Politik und Medizin. Ideal also für politisierende Physiotherapeutinnen und andere.

Montag, 8. Dezember 2008

Jahr des Hasen

Buch des finnischen Autors Arto Paasilinna, gestern zum Sonntagsfrühstück gelesen. Empfehlenswert für alle, die - wie ich - von Finnland begeistert sind. Der Hase wächst einem richtig ans Herz und die Lebenveränderungen des Journalisten sind erstaunlich. Gute Adventslektüre!

Freitag, 21. November 2008

Buch 08

Hatte die Ehre, an der 1. Schweizerischen Buchpreisverleihung anwesend sein zu dürfen. War gut gemacht, auch wenn Adolf Muschg, aus welchen Gründen auch immer, einen Rückzug vom ganzen Wettbewerb gemacht hat. Das Buch des Gewinners Rolf Lappert ("Nach Hause schwimmen") werde ich sicher auch einmal lesen. Zuerst jetzt aber Peter Stamms "Wir fliegen" und J.R. Moehringers "Tender bar" gekauft. Mit dem König, der ausnahmsweise auch dabei war, über die Schwierigkeiten des Bücherkaufs diskutiert. Wie soll frau sich für oder gegen ein Buch entscheiden? War übrigens auch ein Thema während des Weiterbildungs-Kurses.

Montag, 6. Oktober 2008

Frauenwochenende

Am Samstag das Treffen des SP-Frauenvorstandes Schweiz in Bern (bin neuerdings Delegierte des Kantons BL). Eine lange, unterhaltsame, gute Veranstaltung. Habe mich nun entschlossen, den Link von SP Baselland auf SP Frauen zu ändern. Frauen brauchen jede Unterstützung, Männer netzwerkeln schon selber.
Dann eine Freundin im Wallis besucht, gestaunt, wie schnell das heutzutage geht (ich reise halt nicht so viel). Schwupps ist man unter dem Berg durch und ganz woanders. Dabei Nick Hornby "A long way down" gelesen. Köstlich amüsiert. Gut, das Ende ist na ja - aber der Rest ist wirklich gut.

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